Gender-Gap

Gender-Gap

Gender-Gap im Pensions­bereich am grössten

Die Zahlen aus dem Jahr 2020 zeigen für Österreichs Frauen ein mehr als nur ernüchterndes Bild.

Gender-Gap im Pensionsbereich am grössten

Die Zahlen aus dem Jahr 2020 zeigen für Österreichs Frauen ein mehr als nur ernüchterndes Bild. Im Vergleich zu Männern liegen die Einkünfte um 21 Prozent, das Vermögen um 23 Prozent und die Pensionsansprüche gar um 42 Prozent niedriger. 1.172 Euro brutto betrug 2020 die durchschnittliche ASVG Pension für Frauen, 2.022 Euro jene von Männern. Regierungsseitig versprach man nun mit dem am 1.1.2022 in Kraft getretenen „Frühstarterbonus“ Abhilfe zu schaffen, speziell Frauen „würden dadurch deutlich mehr Geld in der Pension bekommen“. In einem anderen Bereich, wo es für Mütter um tatsächlich empfindlich höhere Rentenansprüche geht, herrscht dagegen abseits von Verhandlungsankündigungen weiterhin politischer Stillstand. Die bereits lange schon avisierte Automatisierung des sogenannten „Pensionssplittings“ liegt immer noch auf Eis. Um diese Option zu nutzen, müssen Eltern immer noch selbst aktiv werden und dürfen dabei keinesfalls eine wesentliche Beantragungsfrist versäumen.

Vielfältige Ursachen für geringere Frauenpensionen

Die nachstehenden Gründe für die geringen Rentenansprüche von Frauen gegenüber Männern sind vielfältig und vordergründig mit der Kindererziehung in Verbindung zu bringen:

  • geringerer Stundenlohn
  • deutlich mehr Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse
  • Kinderbetreuung ohne Erwerbseinkommen
  • früherer Antritt der Alterspension (im Jahr 2020 faktisch um 2,6 Jahre, dadurch kürzere Beitragszahlung = geringere Leistung)
  • Die letzten Pensionsreformen, die vor allem Teilzeitbeschäftigte (sogar Jahrzehnte rückwirkend) schlechter gestellt haben.

Paradoxerweise führt aber auch ein Privileg zu geringeren Pensionsleistungen. Frauen dürfen derzeit noch im Gegensatz zu Männern (65. Lebensjahr) mit dem 60. Lebensjahr ihre gesetzliche Alterspension antreten. Das wiederum rächt sich bei der Höhe der Rente, weil dadurch weniger lange in das Pensionssystem eingezahlt wird.

Neuer Frühstarterbonus – tatsächlich auf Frauen zugeschnitten?

Wer ab 1. Jänner 2022 seine Rente antritt kann egal ob Regel- oder vorzeitige Pension eine Erhöhung um einen Fixbetrag von maximal 60 Euro erhalten. Pro Beitrags(=Erwerbs)monat, welches vor dem 20. Lebensjahr absolviert wurde, erhöht sich die monatliche Rente um jeweils einen Euro. Die maximale Höhe errechnet sich somit aus einem Erwerbsbeginn mit dem 15. Lebensjahr und dadurch 60 Monaten Tätigkeit im entsprechenden Anrechnungszeitraum. Sobald ein weiteres Zusatzkriterium erfüllt ist – es müssen mindestens 25 Beitragsjahre insgesamt vorliegen – wird der neue Frühstarterbonus auch in die gesetzliche Pensionskontonachricht aufgenommen.

Ist der Frühstarterbonus nun wie regierungsseitig propagiert auf Frauen zugeschnitten? Naturgemäß profitieren primär Personen mit vielen Erwerbsmonaten vor dem 20. Lebensjahr, diese werden vordergründig im Lehrlingssegment zu finden sein. Im Jahr 2020 waren laut Statistik Austria 64,72 Prozent der Lehrlinge in Österreich männlich.

Pensionssplitting – Antragsfrist nicht verpassen

Beim Pensionssplitting können während der ersten 7 Lebensjahre des gemeinsamen Kindes Pensionsansprüche vom „intensiver“ erwerbstätigen Elternteil auf jenen, welcher sich verstärkt der Kindererziehung widmet, übertragen werden. Auf den Punkt gebracht bedeutet das Pensionsansprüche – unwiderrufliche auch im Falle einer Trennung – fair zu teilen. Die Eheschließung ist dabei keine Voraussetzung.

Beispiel: Ein Vater lukriert in den ersten 7 Lebensjahren seiner Tochter ein jährliches Bruttoeinkommen in Höhe von durchschnittlich 60.000 Euro. Seinem gesetzlichen Pensionskonto werden daraus insgesamt 7.476 Euro an Jahrespensionsanspruch zugeschrieben. Diese Summe kann er jetzt bis zur Hälfte (= 3.738 Euro) mit der Mutter teilen bzw. auf deren Pensionskonto übertragen lassen. Grundsätzlich kann für jedes einzelne Jahr die Teilung des erworbenen Rentenanspruchs zwischen 0 und 50 Prozent individuell festgelegt werden. Achtung! Das Pensionssplitting muss spätestens vor Vollendung des 10. Lebensjahres des jüngsten Kindes schriftlich bei der Pensionsversicherung beantragt werden. Ansprüche bereits älterer Kinder können zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch vollständig übertragen werden. Man darf dabei bis zu 14 Jahre insgesamt teilen.

Tipp – Rechtzeitig informieren und handeln

Beim Thema Alterspension sollte man sich geschlechterunabhängig nicht auf politische Versprechen verlassen, sondern innerhalb der Familie nach möglichst optimalen Lösungen suchen. Wenn beim Pensionssplitting Ansprüche vom Bezieher einer verhältnismäßig hohen Rente auf eine vergleichsweise geringe umgeschichtet werden, führt das in der Regel zu nicht unerheblichen steuerlichen Vorteilen innerhalb der Familie.

(Datenquelle: Sozialministerium)

Wir hoffen, dass wir mit dem aktuellen Thema eine kurze Zeit Ihre Gedanken in andere Bahnen lenken können. Für Ihre Fragen und Anliegen stehen wir natürlich wie immer gerne zur Verfügung. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen.

Andreas Baumgartner, MSc
Geschäftsführer

+43 680 22 11 811    office@risksolution.at

Reparaturbonus

Reparaturbonus

Reparaturbonus: Repariert statt ausrangiert

Geräte länger nutzen und reparieren, anstatt neue Geräte anzuschaffen. Diesen nachhaltigen Gedanken verfolgt der Reparaturbonus.

Für Reparaturbetriebe

Ab sofort können sich Betriebe mit passender Gewerbeberechtigung als Förderwerber registrieren. Profitieren Sie von der Aufmerksamkeit und Nachfrage durch diese Aktion!

Für Konsumenten

Ein Bon kann pro repariertem Elektro-Gerät eingelöst werden. Der Bon ist auch gültig für einen Kostenvoranschlag. Der Reparaturbon kann in Kürze auf folgender Webseite beantragt werden.

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Andreas Baumgartner, MSc
Geschäftsführer

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Privat­haftpflicht­versicherung – ein Quiz

Privat­haftpflicht­versicherung – ein Quiz

Privat­haftpflicht­versicherung: Versichert oder nicht versichert?

Die Privathaftpflichtversicherung ist der Schutzschild gegen die Risiken des privaten Alltags, der uns vor der Gefahr bewahrt, finanziell angeschlagen oder gar ruiniert zu werden. Sie zählt somit zu den Basisabsicherungen, ein Must-have unter den Versicherungen. Unabhängig davon, wie alt man ist oder wo man gerade im Leben steht.

Privathaftpflichtversicherung: Versichert oder nicht versichert? Das ist die Frage …

Die Privathaftpflicht hat im Grunde zwei Funktionen: Sie springt ein, wenn Sie anderen schuldhaft – aber ohne Absicht – einen Schaden zufügen und sie wehrt ungerechtfertigte Schadensansprüche ab, die andere gegen Sie geltend machen.

Da in Österreich die Privathaftpflichtversicherung meist automatisch mit der Haushaltsversicherung kombiniert ist, macht man sich meist nicht viele Gedanken darüber. Kennen Sie den Umfang Ihrer Privathaftpflichtversicherung? Wissen Sie, in welchen Fällen diese üblicherweise einspringt?

Wir haben ein paar Praxisfälle zusammengestellt. Testen Sie Ihr Wissen!

Frage 1

Beim morgendlichen Spaziergang entdeckt Ihr Hund eine Katze auf der anderen Seite des Weges und läuft los. Genau in diesem Moment biegt ein Radfahrer mit seinem neuen E-Bike um die Ecke und stürzt beim Versuch, dem Hund auszuweichen. Beim Sturz verletzt sich der Radfahrer an der Schulter, beim E-Bike geht der Motor kaputt. Die Behandlungskosten und Ersatz für das E-Bike belaufen sich auf insgesamt 12.500 €.

Versichert oder nicht?

NEIN

Schäden verursacht durch Kleintiere wie Katzen oder Kaninchen sind in der Privathaftpflicht automatisch mitversichert. Schäden durch Hunde sind jedoch üblicherweise nicht mitversichert. Deshalb sollten Sie jedenfalls eine Hunde-Haftpflichtversicherung abschließen, um sich vor Schadenersatzansprüchen Dritter zu schützen In vielen Bundesländern Österreichs ist diese darüber hinaus ohnehin generell bzw. unter bestimmen Voraussetzungen verpflichtend. Dies betrifft aktuell Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Salzburg und Tirol.

Frage 2

Ihr bester Freund lädt Sie zu einem „Roadtrip“ in seinem neuen Cabriolet ein. Auf dem Weg halten Sie bei einer Tankstelle. Sie öffnen die Türe und schlagen mit dieser unabsichtlich an die Zapfsäule.

Versichert oder nicht?

NEIN

Schäden aus der Verwendung von KFZ sind in der Privathaftpflichtversicherung ausgeschlossen. Für den möglichen Schaden an der Zapfsäule muss die KFZ-Haftpflichtversicherung Ihres Freundes aufkommen.

Frage 3

Noch schnell eine Ladung Wäsche in die Waschmaschine, damit diese fertig ist, wenn Sie vom Einkaufen zurückkommen. Leider rutscht der Schlauch der Waschmaschine ab, Wasser läuft aus – zu allem Unglück versagt auch noch der Aqua-Stopp. Das Wasser dringt durch die Decke in die Wohnung unter Ihnen ein und verursacht Wasserflecken an der Decke im Wohnzimmer.

Versichert oder nicht?

Ja

Die Innehabung von Wohnungen ist in der Privathaftpflichtversicherung mitversichert. In diesem Fall wird die Deckung des entstandenen Schadens übernommen.

Frage 4

In einem Kaffeehaus gehen Sie zu einem freien Platz. Auf dem Weg dorthin „wischen“ Sie mit Ihrer Jacke ein Mobiltelefon von einem der Tische. Es fällt zu Boden und geht zu Bruch.

Versichert oder nicht?

Ja

Hier übernimmt die Privathaftpflichtversicherungen die Kosten für die Reparatur bzw. für den Ersatz. Jedoch wird aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen – wie in allen anderen Fällen auch – nur der Zeitwert (und nicht der Neuwert) ersetzt.

Frage 5

Sie möchten sich am Nachmittag ein, zwei Stunden „frei“ von der Familie nehmen und Ihre Nachbarin ist so nett und beaufsichtigt in der Zeit Ihr 5-jähriges Kind bei ihr zu Hause. Beim Spielen geht es hoch her und eine teure Lampe kaputt.

Versichert oder nicht?

JA, aber ...

In diesem Fall wurde die Aufsichtspflicht an die Nachbarin übertragen. Sie hätte selbst aufpassen und vorsorgen müssen, dass kein Schaden entsteht. Zudem sind Kinder bis 7 Jahre weder straf- noch haftbar zu machen. Folglich entsteht keine Haftung des Kindes und somit auch kein Versicherungsgrund für die Privathaftpflichtversicherung. Versichert ist grundsätzlich nur das, wofür man per Gesetz haftbar gemacht werden kann. Hier würde also bei einer Schadenersatzforderung durch die Nachbarin die Privathaftpflichtversicherung die Abwehrkosten übernehmen.

Frage 6

Ein schöner Tag auf der Piste geht zu Ende, bei der letzten Abfahrt sind Sie schon ein wenig müde und unachtsam und stoßen mit einem anderen Schifahrer zusammen. Unglücklicherweise verletzt dieser sich bei dem Zusammenstoß und muss medizinisch behandelt werden. Die Kosten für die Behandlung fordert der Verletzte von Ihnen zurück.

Versichert oder nicht?

JA

Die Haftpflichtversicherung übernimmt die erhobenen Schmerzensgeldansprüche des verletzten Schifahrers im Rahmen der vereinbarten Versicherungssumme. Sollten hier auch ungerechtfertigte Forderungen gestellt werden, übernimmt die Privathaftpflichtversicherung die Abwehr.

Frage 7

Da Sie sich selbst ein E-Bike anschaffen möchten, leihen Sie sich das Fahrrad eines Freundes, um damit eine kleine Radtour zu machen und das Bike zu testen. Da Sie im Umgang mit dem E-Bike noch sehr unsicher sind, kommen Sie zu Sturz und fallen gegen einen Gartenzaun. Glücklicherweise bleiben Sie unverletzt, der Gartenzaun und das Fahrrad allerdings werden bei dem Unfall beschädigt.

Versichert oder nicht?

JA und NEIN

Die Schäden am Gartenzaun wird Ihre Privathaftpflicht übernehmen und dafür aufkommen. Anders sieht es bezüglich E-Bike aus: Schäden an geliehenen Sachen sind in der Regel in der Privathaftpflichtversicherung ausgeschlossen.

Frage 8

Es ist Sonntagnachmittag, Ihre Schwiegermutter ist zu Besuch auf Kaffee und Kuchen. Beim Einschenken des Kaffees sind Sie kurz etwas ungeschickt und verschütten Kaffee auf die neuen Schuhe ihrer Schwiegermutter. Alle Versuche, die Kaffeeflecken zu entfernen schlagen fehl, die Schuhe sind ruiniert.

Versichert oder nicht?

Möglicherweise NEIN

Eine etwaige Deckungseinschränkung in der Haftpflichtversicherung ist der sogenannte Verwandtenausschluss. In vielen Verträgen besteht kein Versicherungsschutz bei Schäden, die Angehörigen zugefügt werden. Als Angehörige gelten hierbei meist: Ehegatten, Schwieger-, Adoptiv- und Stiefeltern, (Ur-)Großeltern, (Ur-)Enkel, im gemeinsamen Haushalt lebende Geschwister.

Frage 9

Ihr 14-jähriger Sohn raucht mit seinem Freund heimlich in einer Nische hinter einem Kino. Die beiden werfen die glimmenden Zigarettenstummel achtlos in einen Papierkorb, durch ungünstige Windverhältnisse entsteht ein Brand, der auch auf das Kinogebäude übergreift. Der Brand wurde rasch entdeckt, der Schaden blieb überschaubar, dennoch entstand gehöriger Sachschaden.

Versichert oder nicht?

Ja

Jugendliche zwischen dem 14. und 18. Lebensjahr – mündige Minderjährige – sind voll deliktfähig und strafbar. Sie sind für Ihre Taten verantwortlich und schadenersatzpflichtig. Die Privathaftpflicht springt für den entstandenen Schaden ein.

Frage 10

Sie gönnen sich ein paar Tage Auszeit in einem schönen Wellnesshotel. Leider passiert Ihnen im Zimmer ein Missgeschick und die Nachttischlampe geht zu Bruch.

Versichert oder nicht?

Nein

Mietsachschäden sind nicht immer versichert. Sehr häufig erstreckt sich der Versicherungsschutz nicht auf gemietete, geleaste oder gepachtete Sachen.

In welchem der beschriebenen Fälle hätten Sie falsch getippt und wären auch leer ausgegangen? Unsere Praxisbeispiele zeigen mögliche Deckungslücken und natürlich bieten verschiedene Versicherer unterschiedliche Produkte mit unterschiedlichem Deckungsumfang. Besonders in älteren Polizzen sind oft noch Ausschlüsse enthalten, die bei neueren Verträgen bereits inkludiert sind.

Bitte beachten Sie, dass die oben genannten Beispiele sehr verkürzt dargestellt sind. In jedem Schadensfall sind die „Umstände des Einzelfalles“ ausschlaggebend und entscheiden damit über den konkreten Versicherungsschutz.

Fazit

Nehmen Sie die Polizze Ihrer Haftpflichtversicherung zur Hand und lesen Sie die Bedingungen einmal aufmerksam durch. Nur so können Sie sicherstellen, dass Sie optimal abgesichert sind. Gerne sehen wir uns das mit Ihnen gemeinsam an und passen gegebenenfalls Ihren Vertrag durch Erweiterungen oder Zusatzprodukte an Ihre individuelle Risikosituation an.

Wir hoffen, dass wir mit dem aktuellen Thema eine kurze Zeit Ihre Gedanken in andere Bahnen lenken können. Für Ihre Fragen und Anliegen stehen wir natürlich wie immer gerne zur Verfügung. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen.

Andreas Baumgartner, MSc
Geschäftsführer

+43 680 22 11 811    office@risksolution.at

Private Kranken­versicherung

Private Kranken­versicherung

Private Kranken­versicherung: Gesundheit ohne Wartezeit

Überfüllte Wartezimmer und lange Wartezeiten auf Termine prägen das Bild österreichischer Kassenärzte.

Private Krankenversicherung: Gesundheit ohne Wartezeit

Lukas K. ist ein sportlicher junger Mann und spielt leidenschaftlich gerne Tennis. Bei einem Trainings-Match verliert er nach einem guten Vorhand-Schlag leider die Balance und knickt mit dem Knöchel um. Er spürt es sofort: da ist mehr passiert als nur ein paar Bänder gezerrt. Im Krankenhaus werden die Routine-Untersuchungen gemacht und er wird mit der Empfehlung den Knöchel zu schonen und einer Überweisung zur Physiotherapie entlassen. Leider bringen die nächsten Tage und Wochen keine Besserung, Lukas ist sich unsicher und möchte eine zweite Meinung einholen. Dies kostet ihn eine Menge Zeit und einige Telefonate, weil es fast unmöglich erscheint, einen kurzfristigen Termin bei einem Orthopäden zu bekommen …

Kassenarzt vs. Wahlarzt

Überfüllte Wartezimmer und lange Wartezeiten auf Termine prägen das Bild österreichischer Kassenärzte. Das Modell „Kassen-Arzt“ erscheint für junge Mediziner immer unattraktiver: zu niedriges Einkommen, zu hoher Andrang in den Praxen, zu viel bürokratischer Aufwand sind nur einige Gründe, die dazu führen, dass die Zahl der Kassenärzte in Österreich stagniert. Währenddessen die Anzahl der Wahlärzte in der Allgemeinmedizin sich in den letzten 10 Jahren beinahe verdoppelt hat.

Freie Arztwahl und kurze Wartezeiten

Im Krankheitsfall möchte man so schnell wie möglich medizinische Hilfe bekommen und nicht Wochen auf einen Termin warten. Man möchte die Wahl des Arztes nicht dem Zufall überlassen und vielleicht auch mal eine zweite Meinung einholen. Mit einer privaten Krankenversicherung können Sie sicherstellen, dass Sie zum Arzt Ihres Vertrauens gehen können, der sich ausreichend Zeit für Sie nehmen kann und dass Sie innerhalb kurzer Zeit einen Termin bekommen – ohne über die Kosten nachdenken zu müssen.

Eine private Krankenversicherung für „ambulante Leistungen“ umfasst grundsätzlich meist folgende Bereiche:

  • Arzt und Facharztkosten von Wahlärzten
  • Ambulante Behandlungen ohne lange Wartezeiten
  • Physio- und Psychotherapie
  • Schulmedizinische und ganzheitsmedizinische Behandlungen
  • Medizinische Heilbehelfe und Hilfsmittel
  • Medikamente

Der Versicherungsschutz kann als eigenständige Absicherung gewählt werden, wird aber oft mit anderen Komponenten der privaten Krankenversicherung kombiniert, z. B. mit einer Sonderklasseversicherung.

Fazit

Die beste medizinische Versorgung sollte nicht von finanziellen Überlegungen abhängig sein. Ihre Gesundheit ist der falsche Platz für Kompromisse, aber der richtige für hohe Ansprüche. Melden Sie sich bei uns, wir beraten Sie gerne und finden die passende Versicherungslösung für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden.

Wir hoffen, dass wir mit dem aktuellen Thema eine kurze Zeit Ihre Gedanken in andere Bahnen lenken können. Für Ihre Fragen und Anliegen stehen wir natürlich wie immer gerne zur Verfügung. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen.

Andreas Baumgartner, MSc
Geschäftsführer

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Gewährleistung neu

Gewährleistung neu

Gewährleistung neu: Erleichterung für Konsumenten

Mit 2022 brachte das neue Gewährleistungsrecht einige Erleichterungen für Konsumenten – um Ansprüche geltend zu machen, sind dennoch bestimmte Fristen einzuhalten. Wir haben die wichtigsten Fakten zusammengefasst.

Händler in der Pflicht

Im Unterschied zur Garantie, die Händler oder Hersteller freiwillig bieten, handelt es sich bei der Gewährleistung um eine gesetzliche Pflicht des Händlers. Gewährleistung gebührt dann, wenn ein erworbenes Produkt oder eine eingekaufte Leistung einen Mangel aufweist – Sie können auf Behebung des Mangels bestehen, sofern er bereits bei Übergabe vorhanden war. Neben der kostenfreien Reparatur ist der Austausch der Ware sowie unter bestimmten Umständen eine Preisminderung bzw. Vertragsaufhebung möglich, etwa bei besonders schwerwiegenden Mängeln oder wenn der Händler den mangelfreien Zustand der Ware nicht herstellen kann oder will. Vorsicht ist bei Verträgen mit Privatpersonen geboten – eine Gewährleistung kann hier gänzlich ausgeschlossen sein.

Neu, gebraucht oder verjährt?

Erweist sich ein neu gekauftes Produkt als mangelhaft, können Sie zwei Jahre ab Kauf oder Übergabe Gewährleistung fordern, sofern es sich um bewegliche Güter handelt; bei Gebrauchtwaren ist dieser Zeitraum mitunter vertraglich auf ein Jahr beschränkt – bei Gebrauchtwagen ist eine solche Verkürzung allerdings nur zulässig, wenn die Erstzulassung des KFZ bereits über ein Jahr zurückliegt. Bei unbeweglichen Gütern wie Häusern oder Wohnungen gilt eine Gewährleistungsfrist von drei Jahren.

Wen trifft die Beweislast?

Neben den Gewährleistungsfristen ist die Beweislast zu beachten: Tritt der Mangel an Waren innerhalb von einem Jahr auf (die Frist wurde von 6 auf 12 Monate ausgedehnt), vermutet der Gesetzgeber, dass er bereits bei Übergabe vorhanden war. Bei Streitigkeiten müsste demnach der Händler beweisen, dass die übergebene Ware einwandfrei war – und nicht der Konsument das Gegenteil. Anders verhält es sich bei Immobilien: Hier greift lediglich bei innerhalb von 6 Monaten auftretenden Mängeln die Vermutung, dass sie schon bei Übergabe vorhanden waren und somit die Voraussetzungen für Gewährleistungsansprüche erfüllt sind.

Unser Tipp

Reklamieren Sie festgestellte Mängel unverzüglich, um keine Ansprüche zu verlieren. Sie können Gewährleistungen formlos und außergerichtlich geltend machen, am besten per Einschreiben als Nachweis für Ihre Forderung. Zuständig für die Mängelbehebung ist der Händler – setzen Sie ihm eine angemessene Frist und lassen Sie sich nicht abwimmeln oder an den Hersteller verweisen! Sollten Sie die erworbene Ware noch nicht oder nicht vollständig bezahlt haben, können Sie offene Beträge bis zur Mängelbehebung auch zurückhalten.

Digitale Leistungen

Im Gesetz geregelt ist nunmehr auch die Gewährleistung für digitale Leistungen. Künftig müssen etwa Updates zur Verfügung stehen, die zum Betrieb einer Software nötig sind. Die Aktualisierungspflicht gilt für Zugänge zu Streaming- oder Gaming-Portalen über die gesamte Bereitstellungsdauer, bei Navigationsgeräten, Smartphones und -TVs etc. für mindestens zwei Jahre, bei anderen – nicht eindeutig definierten – Produkten mit einzelnen digitalen Leistungen innerhalb eines „vernünftigerweise“ zu erwartenden Zeitraums.

Neu räumt das Gesetz bei digitalen Dienstleistungen ebenso wie beim Kauf beweglicher Produkte dem Konsumenten eine zusätzliche Nachfrist von drei Monaten ein, um eine Klage bei Gericht einzubringen.

Unser Tipp

Reklamieren Sie festgestellte Mängel unverzüglich, um keine Ansprüche zu verlieren. Sie können Gewährleistungen formlos und außergerichtlich geltend machen, am besten per Einschreiben als Nachweis für Ihre Forderung. Zuständig für die Mängelbehebung ist der Händler – setzen Sie ihm eine angemessene Frist und lassen Sie sich nicht abwimmeln oder an den Hersteller verweisen! Sollten Sie die erworbene Ware noch nicht oder nicht vollständig bezahlt haben, können Sie offene Beträge bis zur Mängelbehebung auch zurückhalten.

Wir hoffen, dass wir mit dem aktuellen Thema eine kurze Zeit Ihre Gedanken in andere Bahnen lenken können. Für Ihre Fragen und Anliegen stehen wir natürlich wie immer gerne zur Verfügung. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen.

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Smart Home via Smartphone

Smart Home via Smartphone

Smart Home via Smartphone – vernetztes Wohnen und vernetzte Kriminalität

Smart Homes vereinfachen den Alltag, schützen Ihr Eigentum und punkten mit vielen „Heimvorteilen“, doch können dubiose „Fremdeinflüsse“ Sicherheitsfaktoren und Funktionen lahmlegen.

Die Zukunft hat bereits begonnen

Zeit zum Aufstehen? Die Rollläden fahren hoch, Ihre Lieblingsmusik ertönt, die Kaffeemaschine wärmt sich auf, die Räume sind angenehm vortemperiert, der Kühlschrank hat bereits Fehlbestände eruiert und beim Verlassen Ihres Heimes öffnet und schließt sich das Garagentor wie von Geisterhand – alles, ohne dass Sie einen Finger rühren. Ein Traum, der heute bereits Realität ist: Smart Homes spielen „alle Stücke“, intelligente Sprachassistenten lernen täglich dazu und elektronisch gesteuerte Leistungen passen sich den Wünschen und Gewohnheiten der Bewohner an. 

Komfort und Risiko

Bei Abwesenheit – etwa im Urlaub – lassen sich Lampen, Türen und Fenster auch aus dem Ausland per Handy steuern und bequem überwachen. Sensoren melden unbefugtes Eindringen und lösen Alarm aus; ebenso wie vernetzte Rauchmelder… Kurzum: Smart Homes bieten Komfort und Sicherheit und können großen Schaden verhüten; und wenn etwas passiert, greifen Haushalts-, Brand- oder Einbruchsversicherung.

Die digitale Vernetzung birgt aber auch Risiken. Ein Schwachpunkt ist das mögliche Versagen der Elektronik, etwa wenn Türen trotz gegenteiliger „Befehle“ offenbleiben und ungebetenen Besuchern ungehindert Zutritt gewähren. In so einem Fall erbringen Versicherungen keine Leistung. Von solchen „Zufallstreffern“ abgesehen, spezialisieren sich „moderne“ Kriminelle zunehmend auf gezielte Hackerangriffe und setzen ihrerseits automatisierte Programme und künstliche Intelligenz ein, um Schwachstellen auszuforschen.

Sicherheit im Visier

Die Verbindung mit dem Internet zum Austausch von Daten und zur intelligenten Kommunikation verschiedenster Systeme und Geräte ist zugleich Stärke und Schwäche beim Smart Home. Letztlich wird es darauf ankommen, unseriösen Machenschaften stets einen Schritt voraus zu sein. Am ehesten gelingt das, wenn man zertifizierte Hardware einsetzt, laufende Software-Aktualisierungen vornimmt, veraltete Technologien durch den neuesten Stand ersetzt und auf regelmäßige Updates beim Smartphone achtet. Darüber hinaus gilt wie sonst auch, Passwörter sicher zu gestalten, häufig zu wechseln und – beispielsweise in sozialen Netzwerken – keine sensiblen persönlichen Daten preiszugeben, um für kriminelle Machenschaften so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten.

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